Warum Kälte für Coburger Fuchsschafe kein Problem ist

Während wir uns in dicke Jacken hüllen und die Mütze weit über die Ohren ziehen, stehen unsere Coburger Fuchsschafe tiefenentspannt auf der verschneiten Weide. Für viele Spaziergänger und andere Interessierte stellt sich die Frage: Frieren die Tiere nicht? Die klare Antwort lautet: Nein. Das Coburger Fuchsschaf ist ein wahres Wunderwerk der Natur, wenn es um Thermoregulation geht.

Schafe zwischen Futterraufe und Weidezelt

Das Geheimnis der Isolation

Das Herzstück ihres Kälteschutzes ist das legendäre Goldene Vlies. Diese Mischwolle besteht aus feiner Unterwolle und schützendem Grannenhaar. Das System funktioniert wie eine High-Tech-Outdoorjacke:

Schafe mögen Rauhfutter

Luftpolster: Zwischen den gekräuselten Wollfasern bilden sich stehende Luftschichten, die die Körperwärme extrem effizient isolieren.

Lanolin-Schutz: Das natürliche Wollfett (Lanolin) macht das Vlies wasserabweisend. Schnee bleibt einfach obenauf liegen, ohne die Haut zu nässen.

Der „Schnee-Test“

Ein faszinierendes Phänomen: Wenn der Schnee auf dem Rücken der Schafe liegen bleibt, ohne zu schmelzen, ist das das beste Zeichen für eine perfekte Isolierung. Es dringt keine Körperwärme nach außen – das Schaf bleibt innen trocken und warm.

Schafe im Weidezelt

Worauf es im Winter ankommt

Trotz ihrer Robustheit brauchen die „Füchse“ im Winter unsere Fürsorge:

  1. Energiebedarf: Um die Körpertemperatur zu halten, verbrennen die Tiere mehr Energie. Wir bringen deshalb täglich hochwertiges Raufutter und verwöhnen auch mal mit zusätzlichem Kraftfutter.
  2. Tränke: Auch bei Frost sorgen wir für Zugang zu eisfreiem Wasser.
  3. Trockener Liegeplatz: Kälte ist okay, aber zum Unterstellen haben wir ein Weidezelt aufgebaut und polstern den Boden mit gutem Einstreu.

Unsere „Füchse“ zeigen uns eindrucksvoll, dass nachhaltige Landwirtschaft mit standortangepassten Rassen auch im Winter funktioniert.


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